Beim Arzt

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WIRBELSÄULEN-RÖNTGENUNTERSUCHUNG

Falls bei einer Erstuntersuchung ein Rippenbuckel oder Lendenwulst von mehr als 4 Grad gemessen wird

und/oder sich eine deutliche Rumpf- oder Schulterasymmetrie zeigt, besteht der Verdacht auf eine Skoliose. In diesem Fall wird eine Röntgenabklärung mit einem Bild im Stehen von hinten empfohlen.

  • Cobb-Winkel: Ausmass der Krümmung zwischen den am meisten verkippten Wirbeln (oberer und unterer Endwirbel)
  • Apex (Krümmungsscheitel): am meisten zur Seite verschobener Wirbel oder Bandscheibe
  • Krümmungsmuster
  • Risser-Zeichen (Verknöcherung der Darmbein-Wachstumsfuge): Grad 0, 1 und 2 bedeuten noch viel Wachstum und damit ein höheres Zunahmerisiko

In ausgewählten Situationen wird die Beweglichkeit mittels sogenannter Funktionsaufnahmen (oder Bending Aufnahme) dargestellt, indem der skoliotische Abschnitt zur Gegenseite gebogen wird: in der Lendenwirbelsäule im Stehen, in der Brustwirbelsäule im Liegen über ein Polster (Fulcrum-Aufnahme).

Die Bilder können auf Wunsch auf eine CD kopiert abgegeben werden, zum z.B. für die Aufklärung von Lehrern und Mitschülern oder als Information für die Physiotherapeuten und die Orthopädietechniker.

Weitergehende Untersuchung wie Magnetresonanztomografie oder Computertomografie («in der Röhre») sind nicht Routine und bleiben daher speziellen Fragestellungen vorbehalten.